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weltweite Krisenzeit und die eigene Stoptaste

Wie geht es Dir?

Corona. Das Wort spielt nun täglich eine Rolle und die Auswirkungen des Virus bestimmen unser Leben.

Ich strauchel und bin verwirrt.

Wie geht es Dir?

Stoptaste gedrückt?

Wurde in Deinem Leben auch eine Stoptaste gedrückt?

Vielleicht durch die Schließung Deines Geschäftes, durch Kurzarbeit oder andere äußere Faktoren?

 

Oder bist Du aktiv berufstätig und privat auf Pausenmodus gestellt?

Mein Leben schmückt ein Fragezeichen

Im Moment bin ich wie gelähmt. In mir ist es still. Ich bin ruhig. Keine Angst. Keine Panik.

Nur eine Frage beschäftigt mich neben den vielen Gefühlen, die täglich neu gefüttert werden duch Nachrichten und persönlichen Kontakten per Telefon und Internet.

Die Gefühle und Emotionen mischen sich. Es ist ein Cocktail aus:

  • unfassbar
  • erschrocken
  • Mitgefühl
  • Trauer
  • Skepsis
  • Unwissenheit
  • Verwirrung
  • Hilflosigkeit
  • Erleichterung
  • Unfähigkeit etwas zu tun
Corona und ich in einem Bild
Die Welt steht still

Der Alltag steht Kopf

Ich höre und lese überall von der Überforderung in den Haushalten mit Kindern, die derzeit nicht betreut werden. Ich sehe Post von genervten Pflegekräften, die sich zu dem Applaus der Bevölkerung auch dauerhafte Systemrelevanz in der Politik wünschen - vor allem auch nach der Krise.

Ich sehe alte Menschen, die allein sind und keine Besuche mehr empfangen dürfen.

Überall rüttelt es unsere Leben auf eine unangenehme Weise.

 

... und mitten drin - ich

Plötzlich erscheint vieles so unbedeutend.

Erfolg, Karriere, Geld, Urlaubspläne, to-do Listen und der Versuch mit einem online Business diese Welt zu einem besseren Ort machen zu wollen.

Alles worauf es jetzt gerade ankommt ist - Mitgefühl, Hilfsbereitschaft und soziale Distanz.

Wie paradox ist das eigentlich?

 

Was hat es für einen Sinn?

Diese Frage beschäftigt mich seit den ersten Tagen der Krise. Es ist die Frage, die sich mir plötzlich in jedem Bereich meines Lebens stellt.

Ich sehe Nachrichten und frage mich: "Was hat das für einen Sinn? Diese Krise betrifft die ganze Welt? Was bedeutet das?"

In einem anderen Moment sitze ich am PC an meinem Arbeitsplatz in der Klinik und ich frage mich, was in Anbetracht der Lage überhaupt Sinn macht? Hier zu sitzen und Faxe rauszusenden, erscheint mir plötzlich nicht angemessen. Müßte ich als gelernte Krankenschwester nicht an die erste Front? In der ersten Reihe am Patienten mit helfen?

 

Pflege ist mehr als nur ein Beruf
Pflegeberuf

Was ist der Sinn des Lebens?

Die Frage nach dem Sinn stellte sich mir schon so oft und jetzt - mitten in der Krise habe ich eine Ahnung von der Antwort.

Plötzlich erfasse ich das lebendige am Sein. Es geht um nichts anderes als das Leben selbst.

Wir lernen es gerade vom Virus. Corona braucht nicht viel- es ist ein Virus. Es geht ihm nur darum sich zu verteilen und mehr zu werden. Seine Bestimmung ist zu überleben und dies gelingt dem Virus in dem es besonders leicht von Wirt zu Wirt übertragen werden kann.

Was ist der Sinn des Menschen?

Mal ganz wertfrei gesprochen. Ich ahne langsam, dass der eigentliche Sinn des Menschen einfach der ist - zu leben. Einfach nur sein.

Und wie lebt ein Mensch?

Indem er isst und trinkt und sich vermehrt. Seine Sinne zeigen ihm den Weg zu angenehmen und nicht so angenehmen Erfahrungen. 

Die Gemeinschaft stellt den Rahmen in dem wir uns selbst erfahren. Dieser unterscheidet sich stark, je nachdem ob wir im Urwald in einer kleinen Sippe aufwachsen oder mitten in Canada in einer Großstadt.

Auch wenn die Kulturen sich unterscheiden, geht es nur darum zu atmen, sich zu ernähren und ein Teil der Gemeinschaft zu sein.

alles andere ist gesellschaftsspezifisch

Der persönliche Sinn eines Menschen, der in einem japanischen Dorf aufwäachst könnte durchaus anders genährt werden, als von einer Frau in einem türkischen Bergdorf ohne Strom und fließenden Wasser.

Und dennoch ist beiden etwas gemeinsam.

Sie selbst geben ihrem persönlichem Leben einen individuellen Sinn.

Meine Erkenntnis aus der Krise:

1. Internet verbindet

Ich persönlich bin noch immer überfordert von den globalen Bildern und Schicksalen der Menschen in fernen Ländern. Mich ärgern auch unwahre Rundmails und verwirrende Bekanntmachungen von studierten Menschen, die sich ohne Forschung betrieben zu haben, eine persönliche Meinung bildeten und nun ungeprüft über soziale Netzwerke verbreiten.

2. die Welt ist ein Dorf

Wie faszinierend ist die Tatsache, das wir alle im Grunde ganz nah sind. In kürzester Zeit kann etwas, dass in China lebensbestimmend ist auch in Europa das gesellschftliche Leben auf den Kopf stellen.

3. Der Sinn des Lebens ist einfach

Im Grunde ist die große Suche nach dem Sinn des Lebens so simpel. Es geht einfach um das Leben. Mehr nicht. Einfach atmen, wachsen, vermehren. Das Leben nehmen, wie es kommt und überleben. Den individuellen Sinn im eigenen Sein zu finden, ist dann schon der nächste Schritt. Das erweiterte Leben.

In welcher Form wir das Leben leben und wie, das bestimmt jeder Mensch - für sich ganz persönlich.

Es ist egal, ob ich Arzt, Verkäuferin, ungelernte Gartenhilfskraft oder obdachlose Frau ohne Kinder bin. Den Sinn in meinem Leben gebe ich mir selbst.

 

Niemand hat die Macht dies zu ändern und nur wir allein bestimmen, ob uns zu unserer Entscheidung die Meinungen und Bewertungen anderer Menschen wichtig sind.

 

Wir sind der Sinn des Lebens.

Den Sinn in unserem Leben bestimmen wir selbst.

 

Ist das nicht faszinieren?

 

Den Sinn in Deinem Leben wählst Du selbst.
Du bist der Sinn im Leben.

Mein Fazit

Danke, dass es Dich gibt.

Du bist ein Ausdruck von Leben.

Egal, was & wie Du etwas tust - es ist okay, denn es ist individuell ausgedrücktes Leben.

herzliche Grüße

sendet

Lady Ory