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kinderlos & glücklich ü40

Kinderlos & glücklich?

 

Taaadaaa, hallo und sei herzlich gegrüßt.

Heute eröffne ich dieses Thema. Das ist ziemlich heftig, oder? Kannst Du Dir vorstellen, dass Frauen glücklich sein können, die keine eigenen Kinder geboren haben, obwohl sie es wollten?

kinderlos und glücklich
kinderlos und glücklich

Es ist manchmal schwer zu verstehen, wie andere leben. Es gibt noch nicht einmal eine Definition von einem glücklichen Leben als Frau. Es gibt nur immer eins:

 

Deinen individuellen Weg

 

Wie ist Dein individueller Weg?

 Wolltest Du Mama sein?

 Hast Du sogar eine oder mehrere Anläufe erfolgreich geschafft & dann ist etwas passiert? Aus irgendeinem Grund hast Du Dein Embryo verloren?

 

Du wolltest doch nur:

  • Mama sein
  • Etwas bleibendes erschaffen
  • Deine Liebe geben
  • Alles für einen kleinen Menschen tun
  • Rund um die Uhr für jemanden da sein
  • Dich in den Dienst dieses Lebewesens stellen
  • Sein Leben über Deines stellen
  • Es so verdammt gut machen
  • Einem Wesen das Leben schenken

Du hattest eine Idee im Kopf und vielleicht im Herz, wie Du das kleine Wesen im Arm halten wirst, wie  ihr Familienfeste feiert, gemeinsam auf der grünen Wiese tobt, Kissenschlachten veranstaltet. Vielleicht hast Du schon gesehen, wie das Kinderzimmer aussehen wird? Vielleicht gab es Namen, die Du innerlich erwogen hattest. Möglicherweise hast Du Dir vorgestellt,  wie stolz Du an jedem Tag auf dieses Wesen – auf Dein Kind sein wirst? Wie ihr gemeinsam backt, bastelt, kocht und Ponys streichelt?

kinderlos Und glücklich?
Die innere Uhr tickt

Und dann? Gab es diese Ereignisse, die es verhindert haben, dass dieses Wesen zu Dir aufschaut und „Mami“ sagen wird.

 

Ich persönlich habe mir das so detailliert nie vorstellen können. Bei meiner ersten Schwangerschaft war es so überraschend, dass ich von Ängsten tagelang geschüttelt wurde. Ich war 29 Jahre jung und hatte bisher noch nie ernsthaft geplant, eine Familie zu gründen. Als es dann aber so weit war … habe ich entschieden:

 

Ja, ich will. Ja ich will Mama werden.

 

Diese Schwangerschaft unterbrach sich selbst am Ende des 3. Monats. Am 15.08.2007.

Damals war ich geschockt. Geschockt von den Ereignissen der letzten Wochen. Überrascht über die innere Intensität der widersprüchlichen Gefühle zur Schwangerschaft. Ich war geschockt, dass ich plötzlich mit Krämpfen zusammenbrach und stark blutete.

 

Der größte Schock jedoch, war die Offenbarung meines damaligen Freundes.

 

Er hatte etwas gezögert und mir dann sehr ehrlich gesagt, dass er eigentlich keine Kinder will. Er hätte es jetzt mitgetragen, will aber nach diesem Schwangerschaftsschreck auf keinen Fall nochmal in solch eine Situation geraten.

Das war ein Schock.

 

Die große Liebe - der Mann meines Lebens - wollte keine Kinder.

Die Liebe meines Lebens wollte keine Kinder
Die Liebe meines Lebens wollte keine Kinder

Was hättest Du nach dieser Offenbarung getan?

 

Ich war geschockt. Es hat dann noch vier Jahre gebraucht, bis ich verstanden habe, dass ich diese Beziehung verlassen muss, wenn ich jemals Kinder haben möchte.

 

Das war eine der schwersten bewussten Entscheidungen, die ich jemals treffen musste.

 

Ich liebte diesen Mann von Kopf bis Fuß. Sogar heute noch übt er eine natürliche Anziehung auf mich aus. Er war eine große Liebe in meinem Leben. Er war einer der Männer, der mit mir als Frau leben wollte ohne gemeinsame Kinder.

 

Also musste ich mich entscheiden. Ich zog damals los. Mein Ziel war es  Mama zu werden. Wir trennten uns in einer liebevollen Art voneinander und wünschten uns alles Gute für den weiteren Lebensweg. Er gönnte mir von Herzen ein Leben als Mama. Er war es sich selbst aber Wert genug seine Wahrheit auszusprechen und radikal zu leben.

 

Was hättest Du getan?

 

Ich war super traurig und dennoch hoch motiviert. Ich glaube daran, dass wir verschiedene Menschen lieben können. Mein Leben hat mir zu diesem Glaubenssatz auch immer passende Kandidaten geschickt, die ich tief und ehrlich geliebt habe.

 

Ich fand einen Mann und wurde schwanger.

 

Klingt das schon wieder zu krass? Ich gebe zu, dass die gekürzte Variante irgendwie unromantisch daher kommt. Es gibt in Deinem Bekanntenkreis bestimmt diese Geschichten, die davon erzählen, wie spontan und überraschend eine Beziehung zu Stande gekommen ist und schicksalshaft bis heute überglücklich andauert?

 

So eine Geschichte hätte ich auch gern erzählt.

 

Meine Geschichte endet an dem Tag, wo dieser von mir auserkorene Mann, der gezielt ausgewählte Vater meiner zukünftigen Kinder an mir vorbei lief.

 

Ich stand von den Ereignissen der letzten Monate gezeichnet, mit einem Urinbeutel an meinem Bademantel im Flur und erwartete den Mann, mit dem ich eine familiäre Zukunft aufbauen wollte.

 

Dieser hoch engagierte und sich um alle kümmernde Mensch, lief an mir vorbei. Es waren vielleicht 50 cm. Er hat mich nicht bemerkt.

 

In diesem Moment traf ich eine Entscheidung.

 

Es war damals noch unbewusst, aber der Moment war der Auslöser. Ich wollte nicht Mama werden - um Mama zu sein.

 Ich wollte Mama werden in einer Beziehung mit einem Mann, der mit mir gemeinsam Elternsein leben will. Nicht für mich, sondern für sich und uns.

 Es hat einige Wochen gedauert um diese Erkenntnisse zu verarbeiten (dazu gibt es dann andere Artikel).

 

Am Ende dieses Verarbeitungsprozesses trennte ich mich von einem Mann, der mir alles ermöglicht hätte, außer mit mir ein Familienleben zu führen, welches ich mir wünschte.

 

In dieser Phase traf ich eine Entscheidung. *Ich werde niemals Mutter um jeden Preis.*

Es gibt für mich einen Standardanspruch an eine Partnerschaft und einen gemeinsamen Wunsch nach einer gemeinsamen Elternschaft. Ich beschloss dies als Rahmenbedingungen  für mich zu setzen.

 

Den letzten Teil zu diesem Standard beschreibe ich in der aktuellen Podcastfolge. (rosa Link oben)

 

Der Ist-Stand 2019: Ich bin eine biologisch kinderlose Frau.

 

Meine Kinderlosigkeit ist eine Mischung aus meiner  Lebensführung, meinen Entscheidungen und körperlichen Einschränkungen. Die körperlichen Hürden bewerte ich nicht zu hoch, da es viele Frauen gibt, die trotz vererbter  Gerinnungsfaktor (?) Schwächung,  Myomen und Eileiterdefekten medizinisch alles daran gesetzt hätten – um Mutter zu werden. Vielleicht suchst Du gerade nach Büchern zu dem Thema? Dann stöbere gern im passenden Blogartikel von mir: "Buchempfehlung für kinderlose Frauen".

 

Meine Kinderlosigkeit ist ein Ergebnis aus allem, wer ich war und heute bin.

 

Inzwischen bin ich kinderlos & glücklich.

 

Was das bedeutet?

Das Thema Glück muss jeder für sich selbst definieren. Ich glaube nicht, dass ein Mensch rund um die Uhr glücklich ist. Wir haben so viele Emotionen und so viele Gelegenheiten uns am Lebensfluss und den täglichen Herausforderungen zu reiben, dass ich es für utopisch halte ununterbrochenes Glücklichsein zu fühlen.

Das Thema habe ich in einem Blogartikel aus einer anderen Perspektive beleuchtet. Wie Du glücklich sein kannst, obwohl einige Deiner Wünsche nicht in Erfüllung gegangen sind, erfährst Du -> hier <-

Enjoy your life
Bin ich glücklich?

 

Was ist für Dich Glück?

 

Wann bist Du glücklich?

 

Glücklich zu sein ist für mich eine Einstellungsfrage und es zu fühlen eine Momentaufnahme.

 

Es gibt glückliche Momente in meinem Leben, die ganz plötzlich auftauchen, einige Sekunden fühlbar sind und spontan wieder durch anderes überlagert werden.

Es gibt eine Erkenntnis großen Glückes, die mir häufig sagt, dass ich im Grunde eine gesunde Frau bin, die viele Möglichkeiten hat und nutzen kann. Eine Frau ü40, die noch vieles im Leben bewusst steuern kann und vieles ungeplant erleben wird.

 

„Glück ist eine Entscheidung“

 

Du darfst entscheiden, wie Du Dinge bewertest. Du darfst entscheiden, wo lang Du ab jetzt gehen willst. Du darfst entscheiden, wie Du zu einem Thema denken willst.

 

Im Grunde steht es Dir frei, wie Du mit Deiner Kinderlosigkeit umgehen wirst.

 

Du kannst Dich neu entscheiden.

 

Ich weiß, dass es Tage gibt, wo ein zweifelndes Gefühl oder eine Traurigkeit sich Raum schafft. Es darf auch betrauert werden. Jede Entscheidung, ob bewusst oder unbewusst, ob durch Dich oder andere hat eine Auswirkung. Die natürliche Konsequenz aus Ereignissen und Entscheidungen treten ein. Natürlich haben wir Gefühle dazu, während wir diese Konsequenzen zu meistern lernen.

 

Wir leben dieses Leben vorwärts. Verstehen können wir manches aber auch rückwirkend.

 

Ich bin inzwischen glücklich mit meinem Sein. Ich fühle oft, welches Geschenk ich für mich bin. Zum Glück erfahre ich auch in meinem Umfeld einen wertvollen Austausch.

 

Mein Leben ist glücklich. Das hindert mich nicht daran alle Facetten der Emotionsspirale zu leben.

 

Ich bin ein leidenschaftlicher & spontaner Mensch und lebe das Sein in allen Facetten.

 

Alles ist Leben. Leben ist im Fluss. Leben zeigt sich in Zyklen. Der Tod gehört zum Leben dazu. Ich hatte intensive Berührungen mit dem Abschied, dem Gehen lassen und dem Sterben.

  • Geliebte Menschen
  • Erhoffte Lebenswege
  • Unbewusste Überzeugungen
  • Getroffene Entscheidungen
  • Hoffnungen
  • Rollenmuster
  • Mein eigenes Bild über mich

… und einiges mehr durfte und musste ich lernen los zu lassen.

 

Die Art, wie Du Dinge bewertest, kannst und darfst Du neu wählen.

 

Ich denke über Mütter und kinderlose Frauen gleich. Beide gehen einen Weg, der sie herausfordern und ihre ursprünglichen Überzeugungen prüfen wird. Beide Frauen werden sich selbst in Frage stellen und innerhalb ihres Lebens  Erfahrungen sammeln, die sie prägen werden.

 

Mutter oder nicht Mutter. Wir lernen täglich Dinge über uns und dürfen uns als Geschenk entdecken. Wir haben alle etwas zu geben. Was gibst Du jeden Tag? 

Du bist ein Geschenk. Orynamona.

Herzliche Grüße

 

Lady Ory

 
 Bis gleich www.orynamona.de

 

PS:  Wenn Dich das Thema beschäftigt und Du Dir Hilfe wünschst, dann schau  mal im *SchicksalsSeminar vorbei:    *kinderlos & glücklich* 

 

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